Schöne Tage in der Obersteiermark

Ortsgruppe Gschwend des Schwäbischen Albvereins unternahm Wander- und Kulturausfahrt

Seit vielen Jahren ist es eine schöne Tradition der Ortsgruppe Gschwend des Schwäbischen Albvereins im Herbst eine mehrtägige Wander- und Kulturausfahrt zu organisieren. Dieses Jahr führte die Ausfahrt nach Haus im Ennstal in die Obersteiermark.

Am Tag der Deutschen Einheit führte die Fahrt von Gschwend über München und Salzburg in die Obersteiermark nach Haus im Ennstal (gleich hinter Schladming).
Auch wenn das Wetter am darauffolgenden Tag nicht das beste war, ließen es sich die Wanderer nicht nehmen, nach einer kurzen Fahrt an den steirischen Bodensee zur Hans-Wödl-Hütte aufzusteigen. Über 400 Höhenmeter waren dabei zu bewältigen. Auf Anraten des uns begleitenden Führers wurde nicht weiter gegangen, weil die Wegstrecken ab der Hütte nicht mehr begehbar waren. Der Abstieg erfolgte deshalb auf dem gleichen Weg und war schwieriger wie der Aufstieg zu bewältigen.
Die Wetteraussichten für den folgenden Tag waren nicht die besten. Statt Wanderung stand deshalb Kultur auf dem Programm. Besucht wurde das Benediktinerstift Admont mit seiner weltweit größten Klosterbibliothek. Leider hatte ein starker Regen eingesetzt, so dass bei der Weiterfahrt vom Nationalpark Gesäuse nicht viel zu sehen war. Über Eisenerz führte die Fahrt zurück nach Haus, wo im Hotel Herrschaftstaverne mit seinem schönen Wellness-Bereich der Tag ausklang.
Hatte sich das Wetter sich am vorhergehenden Tag einem verweigert, betrieb es bei der Fahrt zum Dachstein-Massiv großartige Wiedergutmachung. In wenigen Minuten bewältigte die Seilbahn 1000 Höhenmeter. Auf 2700 m wurde man mit einer traumhaften Aussicht auf die umliegenden Bergregionen belohnt. Der Tag klang dann auf der schön gelegenen Sonnenalm, die nach einer kurzen Wanderung erreicht wurde, aus.
Ein besonderes Schmankerl hatte sich unser Bergführer für den letzten Wandertag aufgehoben. Er führte uns auf dem Alpinsteig „Durch die Höll“ im Gföllertal hinauf zur Jausenstation Gfölleralm. Auf Leitern und Treppen sowie einer schwindelerregend hohen Hängebrücke mussten 300 Höhenmeter überwunden werden. Alle waren sich einig, dass diese Wanderung der Höhepunkt der Ausfahrt war.
Mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck ging es am darauffolgenden Tag zurück nach Gschwend. Für die Rückfahrt hatte sich unser Busfahrer Roland Kraus von Kolb-Reisen noch eine besondere Überraschung ausgedacht. Die erste Pause war am Königsee bei Berchtesgaden. Beeindruckend übrigens, wie er es schaffte jeden Abend den Bus von der schmalen Straße vor dem Hotel rückwärts in die noch engere Einfahrt des Hotels zu manövrieren.